Wie bereite ich mich am besten auf eine Rennradreise vor?

Diese Frage lässt sich natürlich nur sehr schwer pauschal beantworten.
Oft erreichen uns Fragen der Art: „ich bin dieses Jahr schon 1000 Kilometer gefahren, reicht das?“.
Gerade die Anzahl Trainingskilometer ist ein Wert, der sehr wenig Aussagekraft hat. Wir hatten auf unseren Rennradreisen Teilnehmer, die enorm viele Kilometer im Flachen gefahren sind und kaum über die Berge gekommen sind, andere hatten kaum Kilometer gemacht, waren aber sonst so sportlich, dass sie die Herausforderungen problemlos gemeistert haben.
Zu einer guten Vorbereitung gehört:

  • Wenn man eine Reise bucht, sollte man die Ausschreibung genau lesen. Wir – und auch die anderen Anbieter – möchten Reisen durchführen, wo der sportliche Anspruch zu der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer passt. Nur so macht es Spass und Sinn. Daher sollte man sich bei der Buchung nicht nur nach dem Termin und der Destination leiten lassen, sondern auch ernsthaft mit dem Streckenprofil auseinandersetzen.
  • Hat man die Reise gebucht, sollte man sich überlegen, wieviel Training notwendig ist, um die sportliche Herausforderung zu schaffen. Die Reise darf auch am oberen Ende dessen sein, was man sich zutraut und damit eine Motivation für das Training sein. Aber es sollte realistisch sein, dass man diese Leistungsfähigkeit mit dem entsprechenden Training erreichen kann.
  • Der Umfang des Trainings hängt selbstverständlich auch von der Reise ab. Zu einem frühen Termin wie dem Saisonauftakt an der Côte d’Azur oder in Ligurien braucht es nicht so viele Kilometer, dafür sind ja diese Wochen gedacht. Die Standortwoche in der Toskana hat einen anderen Anspruch als eine Etappenreise mit täglichem Hotelwechsel. Eine Reise aus unserer «rilassato»-Serie legt die Latte bewusst tiefer.
  • Vor jeder Reise sollte man ein paar längere Ausfahrten gemacht haben. Dabei geht es um die mehrstündige, körperliche Beanspruchung und vor allem auch darum, mehrere Stunden im Sattel zu sitzen. Ideal ist es, vor einer Reise an einem Wochenende eine lange Ausfahrt am Samstag und Sonntag zu machen, schliesslich wird man auf der Reise jeden Tag auf dem Rad sitzen. Diese Belastungen und auch die Regenerationsfähigkeit, sinnvolle Ernährung, Schlaf etc. im Vorfeld etwas zu Hause getestet zu haben, nimmt viel Stress bei Reisebeginn.
  • Und zu guter Letzt: Solche langen Radfahrten fördern technische Probleme am Rad zu Tage. Diese sollten unbedingt rechtzeitig behoben werden. Und bitte bringt das Rad nicht ein paar Tage vor der Reise zum Mechaniker oder schraubt am Abend vorher noch ein neues Anbauteil ans Rad. Mit dem Rad, das man auf der Reise fährt, sollte man vor der Reise immer noch ein paar defektfreie Touren gefahren haben.

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