Die Woche vor der Reise: Panik?

Die Woche vor der Reise: Panik?

Wer kennt das nicht: Im Winter den Urlaub gebucht, eine anspruchsvolle Rennradreise, möglicherweise ein Woche Transalp mit täglich wechselndem Standort, man erfüllt sich einen Traum, traut sich damit aber auch ordentlich was zu.

 

Im Winter war alles ganz einfach: Die Aussicht auf die Verwirklichung des Traums motiviert ja: Trainingslager im Frühling, zu Hause regelmäßig auf dem Rennrad trainieren, die Trainingsumfänge immer etwas steigern, alles gut geplant. Job, Familie, weitere Verpflichtungen, evtl. noch eine krankheitsbedingte Trainingsunterbrechung, Panik: in einer Woche geht es schon los!

 

Zur Beruhigung: das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Drückt jetzt nicht noch irgendwelche absurden Trainingseinheiten in die letzte Woche vor der Reise rein, die euch das Sitzfleisch ruinieren, nur um das schlechte Gewissen zu beruhigen, baut euch keine super Leichtgewichtsteile mehr ans Rennrad, um besser über die Berge zu kommen. Es wären genau diese Kurzschlusshandlungen, die euch in der Urlaubswoche mehr Nerven und Substanz kosten, als dass sie etwas bringen.

 

Das Beste, was man in der Woche vor der Rennradreise noch machen kann: Kontrollieren, dass alles am Rennrad in Ordnung ist, im Job und privat alles erledigen, dass man einigermaßen stressfrei und mit gutem Gefühl in die Ferien kann, ein bis zwei leichte Einheiten fahren, damit man im Tritt bleibt und gleichzeitig das ganze Material einem letzten Test unterziehen kann, genug schlafen, damit der Körper erholt an die Belastung gehen kann. Was man jetzt an Training verpasst hat, lässt sich auch in der letzten Woche nicht mehr nachholen.

 

Das ist die beste Vorbereitung, die ihr so kurz vor der Rennradreise noch treffen könnt, und der Ansporn und die Motivation, in einer Gruppe zu fahren, setzt dann auch noch etwas Extraleistung frei …